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Vegan Headlines #1

In dieser neuen Rubrik soll es um Schlagzeilen gehen, die an sich zu banal und, salopp gesagt, auch zu bescheuert und/oder ausgelutscht sind, um diese mit ganzen Blogtexten oder Videobeiträgen zu versehen. Aber kommentieren sollte man sie schon. Denn wenn der Spiegel, die MOPO, die Zeit und all die anderen Medien nicht müde werden, Nonsens zu verbreiten, müssen die veganen Blogger und YouTuber diesen natürlich kommentieren.
Hier also der Versuch eines neues Konzepts, und wenn die Resonanz gut ist, kann es sicher fortgeführt werden. Denn eines ist gewiss: die nächste strunzdumme Headline wird kommen…

 

1. Den Beginn macht die „vegane Rinderzüchterin aus Tangstedt“, wie die MOPO am 29.07.2018 schrieb. Subtitel: Nach dem Schmusen gehts auf die Schlachtbank.

 

Da wird direkt an den Leser schon die „Widersprüchlichkeit der veganen Lebensart“ im Titel um die Ohren gehauen. Die Wiederholung im nächsten Absatz: „Anna liebt und verwöhnt ihre Rinder. Beim Schlachter landen sie trotzdem. Dabei ist Anna Butz Veganerin.

 

In Äußerungen wie folgender zeigt Frau Butz eigentlich schon offenkundig, wie sie es sieht: „Wenn man weiß, wo es herkommt, dann ist Fleisch für mich okay.“

Und neben einem wahnsinnigen Shitstorm auf den sozialen Medien gab es auch nicht wenige, die genau diese Sicht teilen: „Wäre es nicht gut, wenn es erst mal allen Tieren so gut geht, bevor man alle zu Veganern machen will?“

 

 

2. Als zweites Thema, und dies hat uns auch sehr getroffen: L’Oréal kauft SANTE. Dies ist eigentlich keine so stumpfe Headline, wie die anderen zwei, sondern eine wichtige Information. Aber da es so aktuell ist, soll es hier angesprochen werden.
Besonders, da dies viele Bioveganer betrifft und auch uns persönlich doch sehr und man fragt sich, wie man als Konsument darauf am besten reagieren kann.
Dabei war die Firma darüber, Logocos, zuvor auch schon Marktführer im Naturkosmetik-Sektor, um ein kleines Familienunternehmen handelte es sich freilich nicht. Doch viele Leute kritisieren, dass L’Oréal teilweise Tierversuche anwendet, sowie Nestlé mit 23% an der Firma beteiligt ist. Ist das Grund genug nun auch Marken wie SANTE zu boykottieren?

Oder ist es gesunder Kapitalismus, wenn Bio und Nachhaltigkeit ins Zentrum von Firmenexpansionen rücken?

 

 

3. Der Spiegel darf bei bescheuerten veganen Schlagzeilen natürlich nicht fehlen. Da könnte man sicher in jeder künftigen Folge mindestens ein Spiegel-Beitrag behandeln. Vom 31.07.2018 ist die Perle: „Hilfe, jetzt kommen die Extremisteneltern“.

 

Dabei handelt es sich nicht um einen gut recherchierten Artikel, sondern lediglich um einen Kommentar von Armin Himmelrath. Recherchiert man kurz diese Person, erscheint sie eigentlich nicht unseriös, wie dann aber so ein konzentrierter Schwachsinn in einen Artikel des Spiegels gelangen kann, erscheint unverständlich und nährt einen bitteren Verdacht, was die Ausprägung von gezielter Lobbyarbeit anbelangt. 

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